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Pilze fotografieren: 12 Tipps für den Ahh-Effekt

Juhu, es ist Herbst. Okay, das Wetter ist kälter. Stürmischer. Ungemütlicher. Dafür zeigt Mutter Natur eine tolle Farbenpracht. Außerdem ist Pilzzeit. Daher hier 12 Tipps zum Pilze fotografieren.

Eines vorweg: Pilzfotografie geht bereits nahtlos ins Thema Makrofotografie über. Hast du also schon Erfahrung mit Blumen und anderen Pflanzen, kannst du darauf aufbauen. Ansonsten heißt es wie so oft: Übung macht den Meister. Unsere elf Tipps dürften ebenfalls helfen…

Pilze fotografieren: Alles was du zur Pilzfotografie wissen musst

1. Der perfekte Ort für Pilze

Tipp #1: Finde den richtigen Ort. Wo wachsen Pilze? Korrekt, im Wald. Doch Wald ist nicht gleich Wald. Pilze lieben es feucht und schattig. Schau’ also nach schattigen Plätzchen. Kleine Mulden und Versenkungen. Oder Totholz. Vermodernde Bäume liefern wichtige Nährstoffe – auch für Pilze. Ansonsten frag’ einfach mal beim örtlichen Wanderverein oder Förster nach. Diese bieten mitunter Pilzwanderungen an. Hier geht es zwar eher um das Sammeln von Pilzen, fotografieren stört aber in der Regel keinen. Zumal die Profis dir ein Gespür dafür vermitteln, wo du Pilze findest.

2. Die Tageszeit ist (fast) egal

Das Gute ist übrigens, dass die Tageszeit beim Pilze fotografieren vollkommen egal ist. Morgens, mittags, abends; alles okay. Weil die Sonne im Herbst eh schon tief steht und die harten Schatten des Sommers längst verschwunden sind. Auf der anderen Seite: Im Wald herrscht meist weniger Licht. Die Dämmerung – Stichwort blaue Stunde – ist daher nicht die beste Idee.

Pile Fotografieren Tipps 1 - Pilze fotografieren: 12 Tipps für den Ahh-Effekt
Mit einem Makro-tauglichen Objektiv lassen sich schöne Pilzfotos mit Bokeh zaubern

3. Brauchst du ein Makroobjektiv?

Damit haben wir prompt die Überleitung zur Technik. Brauchst du zum Beispiel ein spezielles Makroobjektiv? Nein. Pilze sind meist so groß, dass der Standardzoom ausreicht. Hast du genug Licht, kannst du sogar mit einem Tele spielen und so für ein tolles Bokeh sorgen. Da im Wald meist jedoch weniger Licht herrscht, ist meist ein Weitwinkel besser. Oder eine Festbrennweite. Zum Beispiel 35 oder 50 mm. Keine Regel ohne Ausnahme: Bei sehr kleinen Pilzen ist ein Makro dann doch eine Option.

4. Aber ein Stativ ist nötig?

Ja, zumindest ist ein solches sehr hilfreich. Stichwort wenig Licht. Entsprechend musst du eventuell länger belichten, was ein Stativ (mit Umkehrstellung) natürlich einfacher macht. Es muss aber nicht gleich ein teures Carbon-Stativ sein. Es reicht ein Ministativ. Oder ein simples Bohnen- bzw. Kirschkernkissen. Hauptsache, du kannst deine Kamera für ein paar Sekunden ruhig ablegen. Apropos Ruhe: Hier hilft dir außerdem ein Fernauslöser. Oder der Selbstauslöser. So bleibt die Kamera garantiert wackelfrei.

5. Was für Hilfe ist bei der Pilzfotografie noch sinnvoll?

Neben dem Stativ lohnen zudem weitere Helfer. Zum Beispiel ein Reflektor, um die Pilze – Stichwort Schatten – in ein besseres Licht zu rücken. Ebenfalls eine Option: eine kleine (aber starke) LED-Taschenlampe. Oder ein Speed Bouncer. So tauchst du die Pilze selbst bei Schatten in ein stimmungsvolles Licht. Oder verleihst diesen per Gegenlicht mehr Pepp. Denn schon ein klein wenig mehr Licht kann dem Bild richtig viel Power geben. Andersherum kannst das Motiv bei zu viel Licht bzw. Sonne natürlich abschatten. Hier helfen schon eine simple Pappe oder ein Diffusor.

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Auch nach dem Suchen lassen sich die Pilze noch schön in Szene setzen, z.B. indem du deine Ausbeute im Pilzkörbchen auf dem passenden Untergrund fotografierst

6. Perspektive: Versuch’s von unten

Weiter geht es mit der Perspektive. Zum Pilze fotografieren eignet sich vor allem die „Unterkappensicht“. Du knipst die Pilze also von ganz unten. So bekommt du die Kappe und (wenn vorhanden) Lamellen auf das Bild, was diesem wieder den gewissen Touch verleiht. Eine wasserdichte Ablage ist hierbei übrigens eine gute Option, um die Technik sauber und trocken zu halten. Nässe mögen Kameras nämlich gar nicht.

7. Wähle einen ruhigen Hintergrund für deine Pilzfotos

Perspektive ist überhaupt ein Thema, denn auch ein ruhiger Hintergrund ist ein guter Tipp beim Pilze fotografieren. Hier reicht oftmals schon ein Schwenk nach rechts oder links. Ansonsten kannst du auch Hand anlegen. Zum Beispiel störende Äste oder Totholz entfernen oder eine größere Blende wählen. Ergebnis: Das Bild wirkt angenehmer.

Pile Fotografieren Tipps 4 - Pilze fotografieren: 12 Tipps für den Ahh-Effekt
Fliegenpilze sind zwar ungenießbar, aber auf Fotos sehr hübsch anzuschauen

8. probiere die manuellen Einstellungen

Bokeh – also ein ein unscharfer Hintergrund –  ist wieder ein gutes Stichwort, denn dieses kannst du mit den manuellen Modi beeinflussen. Spiel’ ruhig mal mit der Zeitautomatik (A/AV). In diesem Modus bestimmst du die Blende, während die Automatik die Belichtungszeit übernimmt.

9. Worauf den Fokus legen?

Wobei die Blende durchaus eine Falle sein kann. Denn je größer die Blende, desto geringer die Tiefenschärfe. Bei einer voll aufgerissen Blende und zu großer Nähe zum Motiv passiert es schnell, dass Teile des Pilzes unscharf sind. Hier kannst du entweder abblenden oder die Tiefenschärfe als künstlerisches Stilmittel nutzen. Worauf du den Fokus legen solltest? Am besten auf den vorderen Rand des Pilzes. So sind der Rand, ein paar Lamellen und der Stiel scharf. Doch auch hier gilt: Probier’ dich einfach aus.

Pile Fotografieren Tipps 5 - Pilze fotografieren: 12 Tipps für den Ahh-Effekt
Kleine und große Pilze, etwas moos und ein verschwommener Hintergrund – fertig ist das perfekte Pilzfoto

10. Stacking als Geheimtipp

Beim Fokus kannst du zudem Stacking nutzen. Das geht allerdings nur am Computer. Dieser verrechnet quasi mehrere Aufnahmen mit einem unterschiedlichen Fokus zu einem Bild. So erhöhst du die Tiefenschärfe.

11. Apps zur Pilzbestimmung

Willst du die Pilze, die du fotografiert hast, später auch essen oder den Namen in deine Bildbeschreibung auf Instagram oder Flicker mit einfließen lassen? Dann gibt es einige hilfreiche Apps, die dir bei der Pilzbestimmung helfen. Für Android und iOS gibt es zum Beispiel den „Pilzator“ bzw. „Pilz Erkenner“. Eine weitere App nennt sich „Meine Pilze“.

12. Extra: Wetterschutz für dich und deine Kamera

Zuletzt ein praktischer Tipp in Sachen Pilzfotografie: Zieh’ dir „richtige“ Kleidung an. Bei typischem Schmuddel-Herbstwetter sind eine wasserdichte Outdoorhose sowie wetterfeste Wanderschuhe eine echte Wohltat. Unabdingbar ist außerdem ein Schutz für deine Kamera, zumindest wenn du dir einen regnerischen Tag ausgesucht hast. Das kann eine ganz simple Plastiktüte sein, die du mit einem Gummi befestigt. Oder aber du besorgst dir eine richtige Regenhülle, die du über die Kamera ziehst.

Jetzt wünschen wir dir viel Spaß beim Pilze fotografieren!

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