Praxistipps

Vogelfotografie: 12 Tipps für hammergeile Bilder

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Du liebst die Tierfotografie und will dich nun an Vögeln probieren? Dann bist du hier richtig. Wir verraten dir zwölf Tipps für die Vogelfotografie, die dir richtig geile Bilder garantieren!

Vögel zu fotografieren ist gar nicht so einfach. Die gefiederten Barden (oder Räuber) sind extrem scheu, vor allem in freier Wildbahn. Mit der richtigen Technik und etwas Basiswissen klappt es aber sicher.

Ausrüstung zum Vögel fotografieren

Als Ausrüstung für die Vogelfotografie reichen dir schon vier Dinge. Und zwar…

1. Kamera
Logo, ohne Kamera ist fotografieren schwer. Für Vögel taugt aber nicht jede Kamera. Sondern am besten eine Spiegel oder zumindest eine Systemkamera. Weil du zum einen ein gewisses Objektiv brauchst. Zum anderen solche Kameras die Einstellung von Blende, Belichtungszeit und ISO erlauben. Unser Tipp ist übrigens die Spiegel, am besten eine mit APS-C Sensor. Stichwort Crop-Faktor.

2. Teleobjektiv
Doch zuerst das Objektiv. Ohne (Super)Tele kommst du in der Vogelfotografie nicht weit. 300 mm sind Minimum, 400 bis 600 mm besser. Die Devise ist simpel: Sparst du beim Tele, sparst du am falschen Ende. So, und jetzt noch mal zum Crop-Faktor. Dieser vergrößert bei einer APS-C die Brennweite um den Faktor 1,5 bzw. bei Nikon sogar um 1,6. Schraubst du also 200 mm Brennweite drauf, hast du dank Crop sogar 300 mm. Deswegen ist die Crop-Kamera bei Wildlife-Fotografen wenig überraschend recht beliebt.

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3. Stativ
Als drittes ist ein Stativ clever. Und zwar eines mit Kugelkopf, das ist einfacher zu bedienen. Schau mal in unserem Shop: Hier findest du ein Reisestativ aus Aluminium sowie ein Reisestativ aus Carbon. Beide natürlich mit Kugelkopf und vor allem: ultraleicht. Ein Riesenvorteil, wenn du einen weiten Weg zu Fuß vor dir hast.

4. Fernauslöser
Zuletzt lohnt außerdem ein Fernauslöser. Mit diesen vermeidest du jeden Verwackler und bist obendrein flexibler. Warum, erfährst du in den Praxistipps.

Einstellungen für Blende, Belichtungszeit, ISO

Weiter geht es mit den Einstellungen. Versuch’ als Basis diese…

Belichtungsmessung
Die wichtigste Einstellung betrifft die Belichtungsmessung: Stell’ diese auf Spotmessung. Im Gegensatz zur Mehrfeldmessung misst diese das Licht nur in einem kleinen Teil (den Vogel) des Bildes. So ist dieser perfekt belichtet.

Autofokus
Da Vögel sich bewegen, musst du außerdem den kontinuierlichen Autofokus wählen. So bleibt die Kamera bei bewegten Motiven scharf.

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Belichtungszeit
Bewegung ist das Stichwort, macht diese doch eine knackige Verschlusszeit nötig. Heißt in diesem Fall: 1/1000 s und weniger.

Blende
Dafür musst du die Blende bis zum Anschlag aufreißen. Wobei du es dir einfach machen und die Blende im Modus S oder Tv (Blendenautomatik) der Technik überlassen kannst.

ISO
Den ISO solltest du dagegen so tief wie möglich halten. Allerdings kommt du wohl nicht drumherum, den ISO doch etwas hochzudrehen. Das kannst du aber wieder der ISO Automatik überlassen.

RAW-Format
Zuletzt: Fotografiere im RAW-Format. So hast du deutlich mehr Spielraum bei der Bildbearbeitung.

Je nach Situation musst du die Einstellungen natürlich anpassen. Schau’ also ab und an ins Display.

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12 Praxis-Tipps für die Vogelfotografie

Für gute Bilder braucht es allerdings noch mehr. Was genau, verraten dir unsere Praxis-Tipps…

1. Futterstelle
Richte Amsel und Co. eine Futterstelle ein. Diese ist besonders im Winter ein Garant für gefiederten Besuch. Im Sommer lohnt dagegen eine Wasserstelle. So oder so: Achte beim Einrichten auf das Licht. Seitliches Licht ist okay, Gegenlicht nicht.

2. Sitzplätze
Schaffe zudem mit Zweigen zusätzliche Sitzplätze. Denn Vögel stellen sich quasi an und warten, wenn die Futterstelle zu voll ist. Schöne Sitzplätze versprechen schöne Motive.

3. Morgenstund’
Apropos: Im Winter ist der Morgen die beste Zeit. Weil die Piepmätze nach einer langen kalten Nacht einfach nur futtern wollen. Davon ab verspricht die goldene Stunde ein herrlich weiches Licht.

4. Wolken
Fotografierst du dagegen Vögel im Flug, sind Wolken besser. Weil diese als Diffusor dienen und somit weiches Licht versprechen.

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5. Hintergrundwissen
Eigne dir Know-how an. Wie verhalten sich Vögel? Welche Vögel sind nur im Sommer da? Welches Futter mögen die einzelnen Arten? Studiere zudem Vogelstimmen. So weißt, du was „unterwegs“ ist.

6. Tarnung
Gut zum üben ist übrigens (d)ein Garten. Hier sind Vögel Menschen gewohnt, damit weniger schreckhaft als in der freien Natur. Ansonsten lohnt ein Tarnzelt. Kleide dich auch entsprechend.

7. Ruhe
Ebenfalls wichtig: Bewege dich ruhig, vermeide schnelle, plötzliche Bewegungen. Versuche obendrein, dich gebückt und damit „klein“ zu halten. So wirkst du weniger bedrohlich.

8. Geduld
Außerdem brauchst du (viel) Geduld. Auf Befehl kommen Vögel jedenfalls nicht.

9. Augenhöhe
Fotografiere die Piepmätze auf Augenhöhe. Bilder von oben herab wecken selten Emotionen und Neugier.

10. Hintergrund
Achte außerdem auf den Hintergrund. Komponiere dein Bild.

11. Histogramm
Bei weißen Vögel vor hellem Hintergrund solltest du leicht unterbelichten. Bei schwarzen Vögeln vor dunklem Hintergrund hingegen leicht überbelichten. Eine tolle Hilfe für die korrekte Belichtung ist übrigens das Histogramm.

12. Fernsteuerung
Ein letzter Tipp ist eine Fernsteuerung deiner Kamera per Fernauslöser. Dann kann die Kamera deutlich näher ran und du löst versteckt aus ein paar Metern Entfernung aus.

Viel Erfolg beim Vögel fotografieren.

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