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Milchstraße im Fokus: Tipps für die Sternenfotografie

Tagsüber fotografieren kannst du, aber wie schaut es in der Nacht aus? Willst du nicht mal die Milchstraße ablichten? Dann haben wir hier ein paar tolle Tipps für dich als Einsteiger!

Starten wir direkt mit der nötigen Ausrüstung. Diese hast du wahrscheinlich schon, brauchst du doch weder eine spezielle Kamera noch ein spezielles Objektiv. Ein Muss ist lediglich, dass deine Kamera manuelle Einstellungen erlaubt. Somit taugt selbst eine Kompaktkamera für die Sternenfotografie. Oder eine MFT.

Einstellungen zur Sternenfotografie

Die Einstellungen sind prompt das Thema. Denn „einfach so“ bekommst du unsere schöne Milchstraße nicht in den Kasten. Stattdessen solltest du…

1. den Autofokus
aus- und die Fokussierung auf unendlich bzw. die liegende 8 stellen. Je nach Kamera geht das entweder direkt am Objektiv oder im Menü. Mitunter liegt der korrekte Autofokus übrigens etwas vor dem Symbol auf dem Objektiv. Check das vorher, zum Beispiel am Mond.

2. die Blende
aufreißen. Eine Offenblende, sprich eine kleine Blendenzahl, ist bei Nacht ein Muss. Schließlich musst du möglichst viel Licht einfangen. Das jedoch ist in der Nacht Mangelware.

3. die Belichtungszeit
hochdrehen und zwar auf zwei bis 25 Sekunden. Die konkrete Zeit gibt dein Objektiv bzw. die Brennweite vor. Je kleiner diese ist, desto länger die Belichtungszeit. Je größer, desto kürzer. Hier musst du einfach probieren. Eine zu lange Belichtung ist übrigens nicht gut. Wegen der Erdumdrehung werden die Sterne irgendwann zu Streifen und damit unscharf.

4. den ISO
hochsetzen. Eigentlich logisch, denn selbst die Offenblende und (relativ) lange Belichtung reichen in der Nacht nicht aus. Da du allerdings nicht zu lange belichten darfst – Stichwort Sternen-Streifen – musst du das Manko über den ISO ausgleichen. Wie hoch dieser sein muss, entscheidet deine Kamera. Manche geben eine ISO von 4.000 bis 8.000 vor, andere kommen schon mit 1.600 aus. Taste dich ran.

Welche Technik du für die Sternenfotografie brauchst

Auf jeden Fall ein Stativ. Wegen der langen Belichtung braucht deine Kamera einen sicheren Stand. Zumal du in den Himmel fotografierst und somit kopfüber. Wobei es für die Bildkomposition schöner ist, wenn du etwas von Mutter Erde mit auf dein Bild nimmst. Bindest du die Silhouette eines Berges oder einer Skyline ein, gibt das deinem Foto einen Extra-Pepp. Außerdem brauchst du einen Fernauslöser, da du wegen der langen Belichtung jedes kleinste Wackeln vermeiden musst. Alternativ geht der Selbstauslöser. Bei einer DSLR ist obendrein die Spiegelvorauslösung clever.

Als Objektiv taugt vor allem ein Weitwinkel oder noch besser ein Ultraweitwinkel. So bekommst du möglichst viel vom funkelnden Sternenhimmel auf dein Bild. Denk dran: Je kleiner die Brennweite, desto länger kannst du belichten. Somit kannst du wieder den ISO-Wert verringern, was weniger Rauschen verspricht. Lichtstark ist hier das Zauberwort. Ob Festbrennweite oder Zoom ist wiederum egal. Denk stattdessen daran, den Bildstabilisator am Objektiv auszuschalten. Wegen des Stativs sowie der Langzeitbelichtung ist dieser kontraproduktiv.

Der richtige Ort ist bei der Sternenfotografie entscheidend

Hast du schon einmal den Begriff Lichtverschmutzung gehört? Dieser ist besonders in der Astrofotografie oft ein Thema. Was er meint, ist die sprichwörtliche Verschmutzung des Himmels durch zu viele künstliche Lichtquellen. Über die Auswirkungen auf Mensch und Tier wollen wir hier gar nicht sprechen, sondern nur darüber, was die Lichtverschmutzung für dich als Fotograf oder Fotografin bedeutet: es ist einfach zu hell, um Sterne oder die Milchstraße zu erkennen und auf einem Foto festzuhalten.

Deswegen solltest du dir einen Ort abseits der großen Städte suchen, wo es nur wenige künstliche Lichtquellen gibt. Im Westen von Berlin liegt zum Beispiel Gülpe, der dunkelste Ort Deutschlands. Dieser ist perfekt, wenn du die Sterne am Nachthimmel fotografieren möchtest.

Bleibt nur noch die Frage nach der Zeit. Die beste ist bei Neumond. Dann ist der Himmel schön dunkel, womit die Sterne bestens zur Geltung kommen.

Viel Spaß und vor allem Erfolg bei der Sternenfotografie wünschen wir dir. ✨

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