Praxistipps

Fotografieren bei Minusgraden: Ausrüstung & Tipps

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Nicht mehr lange und es ist wieder Winter. Die Tage werden immer kürzer und die Temperaturen fallen. Um bei deinem nächsten Fotoabenteuer dennoch dein Bestes geben zu können, benötigst du die richtige Ausrüstung.

Wohlgemerkt nicht nur für dich. Sondern ebenso für deine Kamera. Eine Fototour im Winter, gar über Stunden, solltest du daher gut vorbereiten. Neben der richtigen „Kälte-Ausrüstung“ für dich und deine Kamera verraten wir dir zudem ein paar Profi-Tipps…

Fotografieren Winter Minusgrade Kamera DSLR Schnee - Fotografieren bei Minusgraden: Ausrüstung & Tipps

Ice Age: So schützt du dich vor Kälte

Starten wir mit deiner persönlichen Ausrüstung. Dass du dich dem Wetter entsprechend kleiden solltest, ist klar. Fotografieren bei Minusgraden heißt Kälte. Mütze, Schal und Handschuhe sind daher logisch. Winterlicher Frost erfordert aber mehr.

• Zwiebelprinzip
Kleide dich nach dem Zwiebelprinzip. Vier, fünf dünne Lagen Kleidung sind besser als zwei dicke. Weil die Luftschicht zwischen den Stofflagen zusätzlich isoliert. Die Devise ist jedenfalls einfach: Hast du zu viel an, kannst du ein, zwei Schichten ablegen. Hast du zu wenig an, wirst du bibbern.

• Schuhe
Vergiss auch die Schuhe nicht. Dicke Winterschuhe mit Fütterung gibt es nicht umsonst. Denke außerdem an Einlagen. Zum Beispiel aus Lammfell. Diese isolieren deine Füße nach unten zum gefrorenen Boden. Musst du eine halbe Stunde im Schnee stehen, weißt du solche Einlagen schnell zu schätzen.

• Fotografen-Handschuhe
Für Fotografen gibt es zudem spezielle Handschuhe, bei denen lediglich die Fingerspitzen „abnehmbar“ sind. So kannst du an deiner Kamera bequem die Einstellungen vornehmen und deine Finger sofort wieder verpacken. Alternativ sind Outdoor-Handschuhe eine Option. Diese sind mit einer Thermoschicht gepimpt und mitunter sogar „touchscreen-fähig“.

Zuletzt aktualisiert am 7. November 2022 um 8:22 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Extra-Tipp: Ist es richtig kalt – also deutlich unter null Grad -, lohnt ein zweites Paar Fäustlinge. Und zwar in XXL, damit du diese über dein erstes Paar Handschuhe ziehen kannst. Auch Hand- bzw. Taschenwärmer sind eine Idee.

• Thermoskanne
Davon abgesehen ist „innere“ Wärme wichtig. Zum Beispiel in Form von Tee oder Kaffee. Selbst Glühwein ist (in Maßen) okay. So oder so: Eine Thermoskanne ist gut investiertes Geld.

Zuletzt aktualisiert am 7. November 2022 um 8:26 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Kälteschutz für Kamera und Technik

Du bist jetzt top gegen Kälte gewappnet, deine Technik allerdings (noch) nicht. Denn Kamera, Objektive und Co. stoßen bei Kälte – also Minusgraden – schnell an ihre Grenzen.

• Akkus
Ganz oben auf der winterlichen Agenda stehen die Akkus. Sorge unbedingt für Ersatzakkus, denn Kälte macht der Batterie böse zu schaffen. Davon abgesehen solltest du die Akkus körpernah transportieren. So hast du die Energiespender jederzeit zur Hand. Außerdem reduzierst du auf diese Weise die „Kälteentladung“. Alternativ ist eine isolierte Box eine Option.

• Kamera
Schütze außerdem deine Kamera. Unter null Grad steckst du das gute Stück besser unter die Jacke. So leidet die Technik weniger unter der Kälte. Ebenfalls bewährt hat sich der Mützentrick. In den Bergen lohnt eine zweite Mütze (oder Jacke) immer, um auf dem Gipfel nicht auszukühlen. So lange du die zweite Mütze bzw. Jacke nicht brauchst, dient diese prima als Kameraschutz.

• Objektiv
Ebenfalls wichtig: Vermeide draußen unbedingt einen Objektivwechsel. So schützt du effektiv das Innere deiner Kamera. Entscheide dich daher schon daheim, welches Objektiv du nutzen willst.

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Profi-Tipps zum Fotografieren bei Minusgraden

Das Wichtigste zum Fotografieren bei Minusgraden und somit Eiseskälte weißt du nun. Ein paar Profi-Tipps haben wir aber noch für dich. Und zwar diese…

• Temperatur
Vermeide extreme Temperaturschwankungen. Von kuschligen 22 Grad im Wohnzimmer direkt raus, wo fünf Grad minus herrschen? Keine gute Idee. Besser: Gewöhne deine Technik an die Temperatur. Pack’ die Kamera eine Stunde vor Aufbruch daher erst mal in den (kühlen) Flur. Alternativ kannst du mit einer Kühlbox die Akklimatisierung umgehen. Das gleiche Spiel gilt, wenn du heim kommst. Gewöhne deine Technik schrittweise an die Wärme. Lagere sie in Flur oder Garage zwischen. Oder nutz’ wieder die Kühlbox.

• Kondenswasser
Clever ist zudem ein Gefrierbeutel. Denn wechselst du (bzw. deine Kamera) vom Kalten ins Warme, droht Kondenswasser. Dem kannst du vorbeugen. Tüte deine Kamera ein, press’ die Luft raus und knote den Beutel zu. Hilfreich sind obendrein diese kleinen Tütchen mit Granulat, die oft Schuhen oder Technik beiliegen. Diese saugen Feuchtigkeit auf und sind daher eine prima Idee für jede Kameratasche. Kommt es doch zu Kondenswasser, wisch’ die Kamera grob mit einem Tuch ab und trockne sie dann an einem zugigen (nicht zu warmen) Ort.

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• Rucksack-Heizung
Apropos Kameratasche: Ein Tipp für diese ist ein aufgewärmtes Kirschkernkissen. So hast du für Tasche oder Fotorucksack einen prima Wärmespeicher. Zumindest für ein Weilchen.

• Hauchverbot
Ansonsten gilt das „Hauchverbot“. Du wirst schnell merken, warum. Hauchst du bei eisiger Kälte Objektiv oder Filter an, sind diese prompt beschlagen. Mit Fotos ist es dann Essig. Weil das Säubern bei Minusgraden alles andere als einfach ist. Besonders bei Filtern mit ihren dünnen Gläsern.

• Kreativität
Dafür kannst du durchaus kreativ sein. Unser Tipp: Pack’ eine kleine Sprühflasche ein. So kannst du Pflanzen fix vereisen, was einen tollen Foto-Effekt verspricht.

Viel Spaß beim Fotografieren in der Bibberkälte!

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